Was ist "Devilstick"?

Devilsticks

Der Devilstick zählt wie Bälle, Keulen, Ringe, Diabolo oder Cigar-Boxes zu den klassischen Jonglierrequisiten. Es handelt sich dabei um einen ca. 65 cm langen konisch geformten Holzstab, der mit einem Textilband oder anderem Deko umwickelt ist. Gespielt wird der Devilstick mit zwei mit Silikon ummantelten dünnen Holzstäben, den Handstäben.

Markus zeigt den Devilstick-Grundschlag

Hier eine kurze Beschreibung der Grundbewegung:

Der Devilstick wird in der Mitte der oberen Hälfte so geschlagen, dass er dadurch sowohl einen Impuls nach oben als auch einen Drehimpuls erhält. Dadurch ist es möglich, den Stock in der Luft tanzen zu lassen, ohne ihn festzuhalten.

Der Ursprung des Devilsticks liegt weitgehend im Dunkeln. Vermutlich gelangte er vor rund 200 Jahren von China nach Europa. Die Chinesen nannten ihn "hua kun", d. h. Blumenstock, heute bekannt als Flowerstick. Er ist etwas kürzer und mit Fransen an den Enden, die beim Spielen an eine Blume erinnern. Der Name Devilstick leitet sich aus dem griechischen Wort "diaballo" (hinüberwerfen) ab. Aber auch das englische Wort für "Teufel" (devil) wird mit diesem Wort assoziiert. So hat sich heute allgemein die englische Bezeichnung Devilstick etabliert.[1]

Neben dem bereits erwähnten Flowerstick, gibt es auch den Feuer-Devilstick. An den Enden befinden sich Dochte, die mit Brennflüssigkeit getränkt und angezündet werden können. Gefährlich, aber effektvoll.

FlowerstickFirestick
FlowerstickFeuer-Devilstick

Heute findet man Devilstick-Spieler auf der ganzen Welt. Vor allem in Europa hat sich das Spiel mit den Devilsticks weiter entwickelt. Durch Austausch auf zahlreichen Festivals entstehen viele neue Tricks und Ideen. So entwickelte Markus Furtner z.B. im Jahr 2001 eine Darbietung, in der durchgehend zwei Devilsticks gespielt werden. Dieses gleichzeitige Spiel mit zwei Devilsticks erfordert sehr viel Übung und Konzentration. Die beiden Gehirnhälften müssen quasi unabhängig voneinander die jeweilige Körperhälfte steuern - was wesentlich schwieriger ist als gedacht. In Markus Furtners aktueller Show sind diese extrem schwierigen Kunststücke ein elementarer Bestandteil...

Markus Furtners Devilstick-Show

Aber nicht nur neue und immer schwierigere Tricks werden entwickelt. So entstand 2001 auf dem Festival in Landshut das Devilstick-Spiel "Jolleystick": Hier wird Volleyball statt mit dem Ball mit dem Devilstick gespielt!

Interesse, selbst mal auszuprobieren mit dem Devilstick zu spielen? Mehr Infos gibt es unter www.devilstick.de (über 60 Trick-Animationen, Tipps für Einsteiger, Jolleystick und vieles mehr)

 

[1] Todd Strong: "Devil Stick - Spielend Jonglieren" Edition Aragon 1995

 
 
 
 
   
 
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